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Johan Joachim Agrell (1701-1765)

Orchestral works

Helsinki Baroque Orchestra

Inhalt:
Johan Joachim Agrell (1701-1765) :
Sinfonia A-Dur
Violinkonzert D-Dur
Doppelkonzert für Cembalo und Flöte h-Moll [op. 4 no. 2]
Sinfonia D-Dur
Oboenkonzert B-Dur
Sinfonia Es-Dur
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Helsinki Baroque Orchestra (Baroque orchestra)
Aapo Häkkinen, Leitung
Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch, Violine
Pauliina Fred, Traversflöte
Aapo Häkkinen, Cembalo
Jasu Moisio, Oboe
Gesamtspielzeit: 1:16 (h:m)
Booklet: 40p., Englisch Deutsch Französisch
Bestell-Nr. AE 10047
EAN 4026798100476
Produktkategorie: SACD
Veröffentlichungsdatum: 01.05.2010
  • play_circle_outline Sinfonia A major
  • play_circle_outline Violin concerto
  • play_circle_outline Double concerto for harpsichord and flute
  • play_circle_outline Sinfonia Eb major

Johan Agrell ist in mehrfacher Hinsicht ein Reisender zwischen den Welten: In Uppsala wird vom hessischen Gesandten das große Talent des Schwedens erkannt, und Agrell wird an einen Hof nahe Kassel in Deutschland geholt. Später geht er als städtischer Kapellmeister nach Nürnberg, wo er bis zu seinem Tode wirkt.

Musikalisch ist Agrell ein brillanter barocker Tonsetzer, in dessen Werken sich aber auch viele Anzeichen neuer frühklassischer Strömungen finden lassen. Damit setzt diese SACD die Reihe der Veröffentlichungen bei AEOLUS fort, die sich mit Orchestermusik aus dieser spannenden Zeit befaßt und bereits sehr erfolgreich Werke von Fasch, Hertel und Molter präsentierte.

Das Helsinki Baroque Orchestra ist ein exzellentes Aushängeschild des finnischen Musiklebens. Die jungen Musiker um den Cembalisten Aapo Häkkinen treten Jahr für Jahr in ganz Europa auf. Weitere Veröffentlichungen bei AEOLUS sind in Vorbereitung.

€ 18,51 (inkl. MwSt.)
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Diese 'Hybrid' Super Audio CD spielt in allen CD-Spielern und SACD-Spielern.

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Rezensionen zu “Agrell: Orchestral works”

 

Klassik Heute Detmar Huchting, 29.06.2010 :

“Mit ihrem temperamentvollen, ebenso erfrischenden wie inspirierten Spiel erweisen die Finnen dem schwedischen Kollegen [Agrell] einen hervorragenden Dienst und bereiten dem heutigen Musikfreund eine vorzügliche musikalische Unterhaltung.”
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Johan Agrell (1701-1765), Pfarrerssohn aus dem schwedischen Östergötland, wirkte die meiste Zeit seines Lebens in Deutschland, zunächst war er Kammermusikus am Hof in Kassel, später Musikdirektor von Nürnberg. Unter den deutschen Reichsstädten verfügte Nürnberg über den größten Landbesitz und das Patriziat der Stadt war selbstbewusst: Schließlich hatte Kaiser Friedrich II. die Stadt 1219 mit der Reichsunmittelbarkeit ausgestattet, 1320 erlangte die Stadt die Hochgerichtsbarkeit, 1427 wurden die Patrizier souveräne Alleinherrscher der Stadt und blieben es, bis die Stadt 1806 ihre Selbständigkeit verlor und dem neu gegründeten Königreich Bayern anheimfiel. Musikdirektor einer solchen Stadtrepublik zu sein, war kein unbedeutender Posten – das hat auch der Hamburger Kollege Telemann bewiesen und gepriesen.

 

Agrell ist 20 Jahre jünger als Telemann (doch bereits zwei Jahre vor diesem verstorben). Obwohl Telemann sich weit in die Stilistik der nachkommenden Generation vorwagte, ist Agrells Musiksprache doch noch weiter dem Barock entrückt und nimmt Elemente „jüngerer Brüder“ wie beispielsweise der Bach-Söhne Wilhelm Friedemann (Jg. 1710) und Carl Philipp Emmanuel (Jg. 1714) auf. Charles Burney, den englischen Weltreisenden und vielfachen kundigen Zeugen des europäischen Musiklebens im18. Jahrhundert, konnte Agrell mit seinem angenehmen galanten Stil nicht überzeugen, er beurteilte die Musik für „gut und correct gesetzt, in der Erfindung aber nur mittelmäßig“ – und dieses etwas nörgelige Urteil wurde etwa hundert Jahre später 1875 ohne weitere kritische Würdigung auch von der Allgemeinen Deutschen Biographie übernommen.

 

Heute, nach bald einem halben Jahrhundert der Wiedererweckung der Alten Musik, muss sich Burneys Beurteilung einer Neubewertung stellen, die im Lichte der auf Tonträger gut dokumentierten Musik der so genannten Frühklassiker erfolgen kann – und zu diesem Zweck kommt diese Neuveröffentlichung gerade recht. Denn das 1997 gegründete Helsinki Baroque Orchestra tritt hier zu einer gelungenen Ehrenrettung Agrells an. Drei Sinfonien und drei Instrumentalkonzerte – je eines für Geige, Traversflöte und Oboe – zeigen ihn als Meister seiner Kunst: Vivaldis sprühender Charme und Telemanns unerschöpflicher Einfallsreichtum stehen bei Agrells phantasievoller Musik Pate, doch die Skala reicht noch weiter bis zur stimmungsvollen Atmosphäre des deutschen empfindsamen Stils. Mit ihrem temperamentvollen, ebenso erfrischenden wie inspirierten Spiel erweisen die Finnen dem schwedischen Kollegen einen hervorragenden Dienst und bereiten dem heutigen Musikfreund eine vorzügliche musikalische Unterhaltung.

 

Detmar Huchting (29.06.2010)

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BR Klassik Klaus Meyer , 13.06.2010 :

“Ein schlankes, akkurates, inspiriertes Musizieren, voller Kraft und Leichtigkeit zugleich…”
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Er war ein Schwede in Nürnberg – zumindest fast zwanzig Jahre lang: Von 1746 bis zu seinem Tod 1765 wirkte er in der Noris, und zwar als Kapellmeister und Chordirektor für musikalische Aufführungen in der Frauenkirche und im Rathaussaal. Von Johan Joachim Agrell ist die Rede. 1701 wurde er im schwedischen Östergötland geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Uppsala. 1734 wurde er in die Kapelle des Prinzen von Hessen-Kassel berufen, nicht lange danach wechselte er zur Hofkapelle in Kassel, bevor er schließlich 1746 nach Nürnberg ging. Auch in seiner Musik war Agrell gewissermaßen ein Reisender zwischen den Sphären – zwischen Spätbarock und Frühklassik, zwischen italienischen Einflüssen und der nordischen Kühle seines skandinavischen Temperaments.

Kraft und Leichtigkeit

Nach Alben mit Orchestermusik von Agrells Zeitgenossen Fasch, Molter und Hertel hat das CD-Label Aeolus nun eine Platte mit Werken von Agrell vorgelegt, komponiert in Uppsala, Kassel und in Nürnberg. Es sind zwei Sinfonien, ein Oboen- und ein Violinkonzert sowie ein Doppelkonzert für Flöte, Cembalo und Orchester. Ausführend ist dieses Mal das Helsinki Baroque Orchestra, ein junges Ensemble, das sich 1997 formierte und seit 2003 den Cembalisten Aapo Häkkinen als künstlerischen Leiter und Continuo-Spieler hat. Für den Komponisten aus dem hohen Norden sind die Musikerinnen und Musiker aus dem noch höheren Norden kongeniale Interpreten. Sie nähern sich den Stücken frisch und unverkrampft an, klar und geradlinig: Ein schlankes, akkurates, inspiriertes Musizieren, voller Kraft und Leichtigkeit zugleich…

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AE-10047BRKlassik.jpg 363,98 kB

 

Early Music Review Richard Maunder, 10/2010 :

“The performances are absolutely first-rate ... This is definitely my record of the month: go out and buy it at once!”

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CD HotList , 05/2011 :

“...delightful if not necessarily hugely innovative for the time. The playing by the Helsinki Baroque Orchestra and soloists is excellent.”
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Uppsala, Sweden is hardly known today as a hotbed of compositional activity during the baroque period; nor is the name of Johann Joachim Agrell known much today at all--only a handful of recordings of his works are available. This new one is among the best. It includes three concertos (one for oboe, one for violin, and one double concerto for harpsichord and flute) along with three orchestral sinfonias, all of which are delightful if not necessarily hugely innovative for the time. The playing by the Helsinki Baroque Orchestra and soloists is excellent. (RA)

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Audiophile Audition Steven Ritter, May 18, 2011 :

“Outstanding disc — and equally outstanding production, with superb surround sound and a bright glossy sheen to the sonics. (...) The Helsinki Baroque Orchestra holds its own with any period band I can think of, and all of the soloists are first-rate in every way.”
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Just when you think you have heard it all…well, you haven’t!

Agrell (1701-65) is somewhat of an enigma in the history of musical Sweden; an essentially Italian style composer writing music in Germany for much of his life, his often high-ranking connections with the powers that be (like King Friedrich the First’s brother) served for some intermittent periods of financial security and even widespread fame (Vivaldi himself conducted the Sinfonia in E-Flat at a municipal theater in Amsterdam) but never seemed to be either long-lasting or far-reaching. The debts he incurred were not paid off by the family until 1806, and the last twelve years of his life seem shrouded in mystery as he dissolved into the dust in relative obscurity.
 
The eminent Charles Burney, English critic and snob extraordinaire, took pains to inform readers that Agrell rarely rose above the mediocre, but Burney was notoriously wrong about many composers of his time. One needs only to listen to the phenomenal Violin Concerto to realize that Agrell at his best was considerably good, and his early classicist modeling on the Italian avant-garde provided a bit of future-peaking in his native Sweden, which was then about 100 years off the modern road musically-speaking.
 
The works on this outstanding disc—and equally outstanding production, with superb surround sound and a bright glossy sheen to the sonics—cover the entire spectrum of Agrell’s life from the early days in Uppsala as a student, to the service of Maximilian of Hesse-Kassel, to the final years in Nuremberg, aptly divided up in the notes to this production. None of the music here is ever less than engaging—those who only like J.C. Bach will love this—and the greatest pieces, like the aforementioned Violin Concerto, the Double Concerto, and the A-major Sinfonia, are wonderful examples of the best Swedish art of the period. The now-14-year-old Helsinki Baroque Orchestra holds its own with any period band I can think of, and all of the soloists are first-rate in every way.
 
-- Steven Ritter

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Klassik Heute :

Mit ihrem temperamentvollen, ebenso erfrischenden wie inspirierten Spiel erweisen die Finnen dem schwedischen Kollegen [Agrell] einen hervorragenden Dienst und bereiten dem heutigen Musikfreund eine vorzügliche musikalische Unterhaltung.

BR Klassik :

Ein schlankes, akkurates, inspiriertes Musizieren, voller Kraft und Leichtigkeit zugleich…

Early Music Review :

The performances are absolutely first-rate ... This is definitely my record of the month: go out and buy it at once!

CD HotList :

...delightful if not necessarily hugely innovative for the time. The playing by the Helsinki Baroque Orchestra and soloists is excellent.

Audiophile Audition :

Outstanding disc — and equally outstanding production, with superb surround sound and a bright glossy sheen to the sonics. (...) The Helsinki Baroque Orchestra holds its own with any period band I can think of, and all of the soloists are first-rate in every way.
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