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AEOLUS / Instrumente / Orgel / Kevelaer, Marienbasilika


Kevelaer, Marienbasilika

Kevelaer, Marienbasilika

Kevelaer, Marienbasilika

Die Große Seifert-Orgel der Kevelaerer Marienbasilika

Die Große Seifert-Orgel der Marienbasilika zu Kevelaer wurde innerhalb von zwei Jahren (1905 bis 1907) fertiggestellt. Das Instrument verfügte über 113 klingende Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal.

Schon 1926 wurde die Orgel, welche ursprünglich pneumatische Membranladen besessen hatte, elektrifiziert und um ein 18-registriges Fernwerk (auf der Nordempore der Basilika plaziert) erweitert. Sie vereinigte nun 131 klingende Register auf vier Manualen und Pedal.
Bei diesem Umbau wurde auch der heutige Spieltisch installiert.

Im Jahre 1944 wurde das Instrument durch Kriegseinwirkung schwer beschädigt. Zu dieser Zeit diente die Basilika als Internierungslager. Das Fernwerk wurde völlig zerstört. Die Hauptorgel wurde 1946 notdürftig instandgesetzt. Während der großen Hitze des Sommers 1976 nahm die Orgel sehr großen Schaden. Von 1979 bis 1981 wurde das Instrument dann von der Firma Romanus Seifert/Kevelaer grundlegend renoviert. Anläßlich des Besuches von Johannes Paul II im Jahre 1987 installierte man zusätzlich hinter dem Hauptgehäuse drei horizontale Chamade-Zungen (Tuba magna 16’, Tuba mirabilis 8’und Cor harmonique 4’. Diese Register stellen eine Kopie des Chamade-Werks der Cavaille-Coll-Orgel in der Basilika Sacre-Cœur, Paris, dar. Sie fügen sich vorzüglich in das Klangbild dieser gigantischen symphonischen Orgel ein.

Im Zuge einer erneuten Restaurierung im Jahre 2002 (also nach der Entstehung der hier vorliegenden Aufnahme) wurde das Werk erneut gereinigt und leicht verändert. Einige eher neobarocke Zutaten aus den frühen 80er Jahren wurden entfernt bzw. umintoniert. Darüber hinaus rekonstruierte man das Fernwerk mit originaler Disposition an seinem ursprünglichen Platz.

Die Große Seifert-Orgel der Marienbasilika zu Kevelaer umfaßt heute 149 klingende Register (ohne Transmissionen!) auf vier Manualen und Pedal. Das neogotische Prospektgehäuse hat eine Höhe von 14 Metern, eine Breite von 9 Metern und eine Tiefe von 10 Metern.



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AE-10061