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La Chemise Blanche

Rainer Zipperling

Inhalt:
François Couperin (1668-1733) Première Suite (Pièces de violes) e-moll
François Couperin (1668-1733) Deuxième Suite (Pièces de violes) A-Dur
François Couperin (1668-1733) La Superbe ou la Forqueray
Antoine Forqueray (1671-1745) Quatrième Suite g-moll
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Rainer Zipperling, Gambe
Sofia Diniz, Gambe
Pieter-Jan Belder, Cembalo
Gesamtspielzeit: 1:12 (h:m)
Booklet: 24p., Englisch Deutsch Französisch
Bestell-Nr. AE 10266
EAN 4026798102661
Produktkategorie: SACD
Veröffentlichungsdatum: 01.06.2017
  • play_circle_outline Couperin: Prélude E minor
  • play_circle_outline Couperin: Gavotte E minor
  • play_circle_outline Couperin: La Superbe
  • play_circle_outline Forqueray: La Marella
  • play_circle_outline Forqueray: Le Carillon de Passy

Zwei Pole der französischen Gambenmusik präsentiert Solist Rainer Zipperling: Das vollständige überlieferte Gambenwerk von François Couperin - der selbst kein Gambist, sondern Frankreichs berühmtester Cembalist und Komponist war – und die monumentale vierte Sonate des Gambenvirtuosen Antoine Forqueray. Während Couperins Sonaten einen betörenden Charme verbreiten, geht Forqueray bis an die Grenzen der Möglichkeiten seines Instruments, um seine Musik mal schroff, mal beschwörend erklingen zu lassen.

Eine Neuheit ist die Bearbeitung des Couperin-Stückes „la Superbe“ für Gambe, mit der Rainer Zipperling (u.a. Ricercar Consort) den Couperin'schen Gambenkanon um ein besonders charakteristisches Stück bereichert. Sofia Diniz an der zweiten Gambe und Pieter-Jan Belder am französischen Cembalo vervollständigen in der tiefen Stimmung von 392 Hz das dunkle und samtige Klangbild, das von AEOLUS auf SuperAudioCD in Stereo und Surround-Klang festgehalten wurde. 

€ 18,99 (inkl. MwSt.)
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Diese 'Hybrid' Super Audio CD spielt in allen CD-Spielern und SACD-Spielern.

CD Audio: Stereo

SACD: Stereo High Resolution + Multichannel Surround High Resolution

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5 Diapason HR2 Kultur CD-Tipp

Rezensionen zu “La Chemise Blanche”

 

hr2 Kultur Ursula Böhmer, 31.08.2017 :

“Vortrefflich virtuos, ausdrucksstark, erzählerisch artikuliert, klanglich dabei immer genau austariert.”
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Der weiße Klang der alten "Kniegeige"

Hochvirtuos, was Rainer Zipperling aus seinem Instrument herauskitzelt – die Gambe mal nicht melancholisch, sondern aufgekratzt. Werke von Couperin und Forqueray aufgenommen. "La chemise blanche" heißt die CD, die beim Label Aeolus erschienen ist – Ursula Böhmer stellt sie vor.
 
 
Die Viola da Gamba ist die buchstäbliche Bein- oder Kniegeige. So ganz stimmt das nicht, denn eigentlich wird das Streichinstrument zwischen den Oberschenkeln gehalten. Besonders hofiert wurde die Viola da Gamba am Hofe von Sonnenkönig Ludwig XIV – durch Gambenvirtuosen wie Marin Marais oder Antoine Forqueray. Für das Instrument komponiert hat aber auch der Cembalist François Couperin. Der Gambist Rainer Zipperling hat nun gemeinsam mit der Gambistin Sofia Diniz und dem Cembalisten Pieter-Jan Belder Werke von Couperin und Forqueray aufgenommen.
 
Sie gilt als die Melancholikerin unter den Streichinstrumenten: Die Viola da Gamba klingt immer ein wenig verschnieft, verzagt, fast depressiv. Genau diesen bluesig-blauen Tonfall haben sich die Komponisten gern zunutze gemacht. Und noch Johann Sebastian Bach hat sich daran geweidet – man denke nur an die berühmten Gamben-Arien aus seinen Johannes- und Matthäus-Passionen. Dabei galt die Viola da Gamba zu Bachs Zeit schon fast als Dinosaurier.
Zur Zeit von Sonnenkönig Louis XIV war die Viola da Gamba noch groß in Mode. Virtuosen wie Marin Marais oder Antoine Forqueray strichen um die Gunst des Königs. Ein großer Forqueray-Fan war auch der Hofcembalist und Komponist François Couperin: Er widmete ihm ein Stück mit Untertitel "La Superbe ou La Forqueray", "Die Prächtige oder Die Forqueray" – das ist Wertschätzung in Tönen.
 
Ursprünglich hat François Couperin viele "prächtige" Stücke für sein Instrument, das Cembalo, komponiert. Rainer Zipperling hat es auf seiner neuen CD "La chemise blanche" für das Instrument des Widmungsträgers Forqueray bearbeitet. Gemeint ist hier übrigens ein weißes Totenhemd - vermutlich sogar das des Hofgambisten Marin Marais, dem Couperin das Stück gewidmet haben soll. Klingt aber eher danach, als wolle hier jemand dem Tod ganz flott noch mal von der Schippe springen!
Fazit: Egal, ob Forquerays Freunde eher tanzbegeistert, nachdenklich oder todtraurig daherkommen: Der Gambist Rainer Zipperling, seine Mitstreiterin Sofia Diniz und Cembalist Pieter-Jan Belder verleihen hier jedem der Stimmungen ihren eigenen Charakter – vortrefflich virtuos, ausdrucksstark, erzählerisch artikuliert, klanglich dabei immer genau austariert. Gambenmusik vom Feinsten – und eine musikalische Reise in künstlerisch wahrlich sonnenkönigliche Zeiten.
 

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AE-10266_hr2_CD-Tipp_31-08-2017.jpg 643,87 kB

 

Diapason Philippe Ramin, 09/2017 :

“Une version de haute tenue.”

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AE-10266_Diapason_09-2017.jpg 240,22 kB

 

Rondo Michael Wersin, 16.09.2017 :

“Kammermusik vom Allerfeinsten!”
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François Couperin und Marin Marais waren gemeinsam am Hofe des Sonnenkönigs beschäftigt, aber – so berichtet der Gambist Rainer Zipperling im Beiheft zu dieser CD – sie gehörten unterschiedlichen musikalischen Lagern an: Marais war anti-italienisch, Couperin hingegen pro-italienisch eingestellt. Ob sie dennoch zusammen gespielt haben, lässt sich mangels Dokumenten nicht nachweisen. Aber reizvoll wäre der Gedanken freilich, der Cembalist Couperin könnte als nicht Gambe-spielender Komponist für den Solopart seiner Suiten für Gambe und Continuo durch das Spiel des Kollegen, vielleicht sogar durch gemeinsame kammermusikalische Unternehmungen inspiriert worden sein.

Die vorliegenden Suiten allerdings werden sie nicht mehr zusammen musiziert haben: Sie erschienen erst 1728, im Todesjahr von Marais. Allerdings könnte die Gestalt der zweiten Suite – deren Viersätzigkeit sie als Kirchensonate identifiziert – auf den Tod des Kollegen Bezug nehmen, denn der dritte und vierte Satz heißen „Pompe funebre“ und „La chemise blanche“ („Totenhemd“).
Rainer Zipperling zelebriert die kraftvollen Kantilenen dieser wunderschönen Stücke mit der überragenden Kompetenz des souverän erfahrenen Könners: Die Viola da Gamba singt und klingt unter seinen Händen so ausdrucksvoll, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lauschen, ja mitzufiebern, wohin einen die Suitensätze melodisch und harmonisch als nächstes tragen wollen. Dass er sich vollkommen frei entfalten kann, verdankt er natürlich auch einer erstklassigen Continuogruppe: Sofia Diniz verleiht, ebenfalls mit einer Gambe, der Bassstimme Kontur und warme Präsenz, Pieter-Jan Belder verbindet die melodischen Ebenen am Cembalo hochsensibel mit einer differenziert gestalteten Aussetzung – Kammermusik vom Allerfeinsten!

Michael Wersin, 16.09.2017

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AE-10266_Rondo_16-09-2017.jpg 386,77 kB

 

Fono Forum Matthias Hengelbrock, 10/2017 :

“...mit Hingabe und Delikatesse.”

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AE-10266_FonoForum_10_17.pdf 135,79 kB

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hr2 Kultur :

Vortrefflich virtuos, ausdrucksstark, erzählerisch artikuliert, klanglich dabei immer genau austariert.

Diapason :

Une version de haute tenue.

Rondo :

Kammermusik vom Allerfeinsten!

Fono Forum :

...mit Hingabe und Delikatesse.
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