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BR Klassik

BR Klassik 13.06.2010
Klaus Meyer

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Ein schlankes, akkurates, inspiriertes Musizieren, voller Kraft und Leichtigkeit zugleich…
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Er war ein Schwede in Nürnberg – zumindest fast zwanzig Jahre lang: Von 1746 bis zu seinem Tod 1765 wirkte er in der Noris, und zwar als Kapellmeister und Chordirektor für musikalische Aufführungen in der Frauenkirche und im Rathaussaal. Von Johan Joachim Agrell ist die Rede. 1701 wurde er im schwedischen Östergötland geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er in Uppsala. 1734 wurde er in die Kapelle des Prinzen von Hessen-Kassel berufen, nicht lange danach wechselte er zur Hofkapelle in Kassel, bevor er schließlich 1746 nach Nürnberg ging. Auch in seiner Musik war Agrell gewissermaßen ein Reisender zwischen den Sphären – zwischen Spätbarock und Frühklassik, zwischen italienischen Einflüssen und der nordischen Kühle seines skandinavischen Temperaments.

Kraft und Leichtigkeit

Nach Alben mit Orchestermusik von Agrells Zeitgenossen Fasch, Molter und Hertel hat das CD-Label Aeolus nun eine Platte mit Werken von Agrell vorgelegt, komponiert in Uppsala, Kassel und in Nürnberg. Es sind zwei Sinfonien, ein Oboen- und ein Violinkonzert sowie ein Doppelkonzert für Flöte, Cembalo und Orchester. Ausführend ist dieses Mal das Helsinki Baroque Orchestra, ein junges Ensemble, das sich 1997 formierte und seit 2003 den Cembalisten Aapo Häkkinen als künstlerischen Leiter und Continuo-Spieler hat. Für den Komponisten aus dem hohen Norden sind die Musikerinnen und Musiker aus dem noch höheren Norden kongeniale Interpreten. Sie nähern sich den Stücken frisch und unverkrampft an, klar und geradlinig: Ein schlankes, akkurates, inspiriertes Musizieren, voller Kraft und Leichtigkeit zugleich…

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